Polyball statt Zelluloidkugel, womit spielt der Kreisverband Osnabrück Stadt ab 07/2014?

By | 19. Februar 2014

Tischtennisball

Die Fakten:

Die Delegierten des 7. Bundestages des DTTB beschließen die Einführung des neuen Plastikballes ab dem 01. Juli 2014 für die oberen 5 Klassen (1. Bundesliga, 2. und 3. Liga, Regionalliga und Oberliga). Unterhalb der Oberliga haben die Vereine eine Wahlfreiheit, ob sie den neuen Ball spielen wollen oder den alten Zelluloidball.

Hier der Text:

Zur Einführung des neuen Plastikballs ab dem 1. Juli 2014 kündigte das DTTB-Präsidium an, mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Top-Spielerinnen und -Spieler im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich bei allen Veranstaltungen auf nationaler Ebene mit Plastik statt Zelluloid zu spielen. Daneben wird es für die Vereine der fünf obersten Spielklassen (1. Bundesliga/TTBL, 2. Bundesligen, die dann neu eingeführten 3. Bundesligen sowie Regional- und Oberligen) eine Empfehlung des Präsidiums geben, ebenfalls auf den Plastikball umzustellen. In allen Spielklassen darunter wären Vereine sowie Kreise, Bezirke und Verbände in der Ballwahl frei. Der Hintergrund: Laut internationalem Reglement bleibt der Zelluloidball auch nach dem 1. Juli neben dem Plastikball zugelassenes Spielmaterial, wird aber faktisch auf internationaler Ebene ab Sommer nicht mehr eingesetzt.

Quelle: Deutscher Tischtennisbund 14.12.2013

 

Und jetzt?

Spielt der Verein A mit der Plastikkugel und Verein B weiterhin mitZelluloid? Wird es eine Übergangszeit geben, in den ein Verband, ein Verein oder gar im einzelnen Spiel vorher festgelegt wird ob mit dem alten oder neuen Ball gespielt wird. Warum gibt es noch so wenig Musterexemplare, und wie lange sind diese neuen Bälle haltbar? Fragen über Fragen.

 

Was sagen die Experten?

 

Liu Guoliang findet, dass Rotation beeinträchtigt ist

Wenige Tage zuvor hatte sich Chinas Nationaltrainer Liu Guoliang zum Thema geäußert, wie die Internetplattform Tabletennista berichtet. „Der neue Ball hat die Intensität der Rotation stark beeinträchtigt, was große Auswirkungen auf unseren Spielstil hat“, erklärte Liu. Nichtsdestotrotz muss sich wohl niemand Sorgen – oder Hoffnungen – machen, dass die Chinesen durch die Einführung des Plastikballs ernsthaft geschwächt würden. „Das Team sollte sich deshalb auf die Vorbereitung für die Olympischen Spiele konzentrieren. Wir müssen uns pünktlich eine effektive Antwort einfallen lassen“, schiebt der Trainer hinterher und lässt keinen Zweifel daran, dass China in Sachen Plastikball nichts dem Zufall überlassen wird.

 

Laut Weltverband ist der Unterschied zwischen dem Plastik- und Zelluloidball jedoch gar nicht so gravierend. In ihrer Meldung zur Zulassung der ersten Bälle lobt die ITTF das neue Spielgerät, das alle elf Labortests bestanden hat, in höchsten Tönen. „Das Warten hat sich gelohnt, denn nun konnten unsere Anforderungen erfüllt werden, ohne dass Kompromisse nötig gewesen wären“, erklärt die ITTF Equipment-Managerin Vicky Eleftheriade. „Es war eine große Herausforderung für die Hersteller und uns, aber wir haben nun unser Ziel erreicht, Bälle aus einem neuen Material zu haben, deren Eigenschaften so nah wie möglich an die Zelluloidbälle herankommen.“

 

Plastikbälle tragen den Aufdruck „40+“

Dr. Torsten Kueneth, Mitglied des ITTF Equipment-Komitees, beschreibt, wie sich die Daten der getesteten Bälle in den vergangenen Monaten immer mehr den ITTF-Bestimmungen genähert haben. „Am Ende sprechen wir nun nur noch von etwa einem Millimeter Abpralldifferenz oder einer etwas zu weißen Farbe“, führt Kueneth aus und berichtet, dass auch die Rundheit und Größe der Bälle die Grenzwerte nicht überschreiten. Damit die Spieler die beiden offenbar doch recht ähnlichen Zelluloid- und Plastikbälle besser auseinander halten können, werden Letztere künftig mit dem Aufdruck „40+“ gekennzeichnet sein. Erhältlich sind diese Bälle allerdings noch nicht – und auch der endgültige Liefertermin steht noch nicht fest.

 

Die Umstellung von Zelluloid auf Plastik als Material für Tischtennisbälle erfolgt am 1. Juli 2014 und hat den Hintergrund, dass die Herstellung des leicht entflammbaren Zelluloids in vielen Ländern verboten ist. Betroffen sind von dieser Änderung vor allem die Topspieler, da Zelluloidbälle auf internationaler Ebene ab Sommer nicht mehr eingesetzt werden. Den fünf obersten deutschen Spielklassen empfiehlt der DTTB ebenfalls, auf den Plastikball umzusteigen. Die unteren Ligen sind in der Ballwahl frei.

 

Meine Meinung:

Ich gehe davon aus, dass es ab 07/2014 noch nicht ausreichend Bälle für alle Spielklassen geben wird. D.h. heißt Empfehlung oder besser Beschluss, in der Saison 2014/2015 weiterhin mit Zelluloidbällen zu spielen.

Wenn die neuen Exemplare auf dem Markt sind, erstmal in Ruhe testen wie sie sich spielen. Sollte der Unterschied tatsachlich „nur“ sehr gering sein, regelt sich der Rest von ganz alleine.

Gruß Johannes